Moin Moin! :-)

Der Norddeutsche ist bekannt für kleine Worte. In Norddeutschland ist „Moin“ daher der angemessene Grunzlaut für „Hallo“, „Guten Tag“, „Ich freue mich Dich zu sehen!“, „Tach!“, „So ein Mist!“, „Och nee... muss das sein?“, „Na, toll - er schon wieder...“, „Was darf ich für Sie tun?“, „Was kann ich für Sie tun?“, „Was muss ich tun, damit mein Chef nicht nervt?“, „Was willst DU schon wieder?“ und vieles mehr...

„Moin“ wird auch gerne in Kombination verwendet, das liest sich dann so: „Moin Moin!“

Das heißt: „Hallo - ich freue mich Dich zu sehen“! oder „Guten Tag - was kann ich für Sie tun?“
alternativ allerdings auch: „So ein Mist! - Was willst DU schon wieder?“!

Gewissermaßen ein Wort-Setzkasten ohne zu verraten, was man denn nun gesetzt hat.
Deswegen ist der Gruß auch so beliebt: Man kann seinem Gegenüber klar die Meinung geigen, ohne unhöflich zu sein.

Sie brauchen sich jetzt allerdings nicht beleidigt vorzukommen, immerhin findet sich ein freundliches Smiley hinter meinem „Moin Moin!“. In Norddeutschland wird „Moin“ in der Regel mit einem Pokerface gereicht, im weiteren Gesprächsverlauf wird ergibt sich dann, ob man begrüßt wurde oder nicht.

Entsprechend lässt sich ein „Moin Moin!“ eines Lehrlings zum Beispiel nach dem Auftrag vom Meister erst richtig deuten: „Was muss ich tun, damit mein Chef nicht nervt? - Och nee... muss das sein?!“ ;-)

Da die Information bereits in der Begrüssungsfloskel gegeben wurde, besteht nun auch kein Grund mehr, das noch groß breitzutreten. Und daher gelten die Norddeutschen als wortkarg. ;-)

m
„Wer hat eigentlich das Geld erfunden?
Und warum so wenig?“