Political Correctness oder gesellschaftlich geforderter Schwachsinn

Wenn Sie eine eigene Homepage betreuen, kennen Sie das sicher. Es bleibt viel zu wenig Zeit, sich hinzusetzen und selber etwas zu schreiben. Heute möchte ich den Vorteil nutzen und einfach mal kommentieren, was andere so schreiben.

Ich bekam heute eine E-Mail, einen Rundbrief meiner ehemaligen Schule mit der Aufforderung jedem Bescheid zu geben, den ich kenne. Von daher liegt die Veröffentlichung der Mail sicherlich auch mehr oder weniger im Interesse des Verfassers.

ASG-Ehemaligen-Rundbrief vom 22.12.2004
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Liebe Ehemalige,
die Vorbereitungen für den Ball am 16.4.05 laufen. Die Kapelle und das
Buffet sind bestellt. Ende Januar beginnt der Kartenvorverkauf über das
Sekretariat oder den Ehemaligenverein. Hierzu erfolgen noch genauere
Hinweise.
Bitte sagt jeder/m Bescheid, die/den Ihr trefft oder zu der/dem Ihr Kontakt
habt, soweit er/sie sich noch nicht in Eurer Stufenliste eingetragen hat
und ermuntert sie/ihn dies doch zu tun.
Ein Blick auf unsere homepage ist auch immer lohnenswert, um die neuesten
Entwicklungen mitzubekommen.
Ansonsten wünsche ich frohe und besinnliche Festtage und alles Gute im
Neuen Jahr.

Bess demnäx
Euer <--->


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Ich halte viel von der Emanzipation der Frau. Allerdings denke ich auch, dass die Emanzipation da enden sollte, wo die Gleichberechtigung erreicht ist. Eine andere sinnvolle Grenze der Emanzipation ist durch diese Mail offensichtlich deutlich überschritten worden. Es zeugt sicherlich von Anstand, der Dame die Tür zu öffnen. Die deutsche Schriftsprache unleserlich und unaussprechlich zu machen, übersteigt meine Vorstellung von Höflichkeit.

Manchmal sollte man vielleicht einfach die Dinge so stehen lassen und sich nichts weiter dabei denken. Eine sehr weise Einstellung, um in dieser Welt bei Verstand zu bleiben. Manchmal muss man allerdings auch das innerliche Kopfschütteln durch einen passenden Kommentar besänftigen. Hier war es eindeutig an der Zeit.

Moin Moin!

Am Mittwoch, 22. Dezember 2004 12:44 schrieben Sie:

> ASG-Ehemaligen-Rundbrief vom 22.12.2004
> --------------------------------------------------------------------------

 Ich finde es ausgesprochen unhöflich, dass die Ehemaliginnen von diesem
 Rundbrief offenbar ausgeschlossen sind.

> Bitte sagt jeder/m Bescheid, die/den Ihr trefft oder zu der/dem Ihr Kontakt
> habt, soweit er/sie sich noch nicht in Eurer Stufenliste eingetragen hat
> und ermuntert sie/ihn dies doch zu tun.

 Sollte Ihre Erklärung nun darlegen, dass "Ehemaligen-Rundbrief" männliche
 und weibliche Form einschließt, so mag diese Erklärung korrekt sein. Aller-
 dings würde mich diese aufrichtig gespannt auf die Erklärung zu dem Satz
 mit den unglaublich vielen Schrägstrichen zurück[lassen].

 Mir sind die Wörter "jeder/m", "die/dem", "der/dem" oder "er/sie",
 geschweige denn "sie/ihn" in der deutschen Sprache vollkommen unbekannt.
 Allgemein ist die Bedeutung des '/' als Buchstabe mir in der Schule nie
 nahegebracht worden - nichtmals am ASG.

 Als Alternativen hat "die oder den" ja noch Sinn, jedoch wurde es mir im
 Deutscharbeiten rot angestrichen und erscheint mir auch nicht einleuchtend,
 da sich mir das Verständnis der Alternative "jeder oder m" weiterhin ver-
 schließt.

 SCNR

 Mit freundlicher Empfehlung, unter anderem auf diese Website:
   http://www.kamaus.xsd.de/binneni.html



 PS: Nur für den Fall, dass sie diese Mail ernster nehmen, als ich Ihren
 Beitrag zur Gleichberechtigung... keep on smiling - die Welt dreht sich
 auch mit/ohne Schrägstriche weiter. ;)

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Mit freundlichen Grüßen
  Sascha Atrops

Xin Software Design - www.xsd.de

Schauen wir, ob unsere Lehrer neben mangelnder Gramatikkenntnisse, zumindest über Humor verfügen. Das ist sowieso meistens wichtiger... grade als Lehrer.

Leider muss ich mir die Blöße geben, dass auch nicht in der Lage bin, sinnvolle Sätze zu schreiben. Ich hab' das mit dem Wort 'lassen' im Original mal sein gelassen... Wenn ich drei Versuche brauchte, bevor ich den Satz mit den ganzen Schrägstrichen verstand, darf der Empfänger auch mal raten. ;->