Die hier verwendete Auflösung beträgt 1600x1200 Pixel bei 85Hz.
Wer digitale Fotographie schätzt, weiß dass hier ein 85 Bilder mit jeweils 2MegaPixeln
pro Sekunde übertragen werden. Und die Bilder werden natürlich nicht im JPG-Format, sondern
ungepackt zum Monitor transportiert. (zum Vergleich: PAL-TV 720x576 bei 50 Hz Interlaced) Um solche großen Datenvolumen sauber zu transportieren sollten Sie ausschließlich
geschirmte Verkabelungen nutzen. Ungeschirmte Kabel oder schlecht geschirmte Verteilerboxen
verursachen deutlich sichtbare Störungen. Was bedeuten die Frequenzangaben beim Monitor und wie sind diese zu bewerten?Beim Monitor erkundigen Sie sich nach 3 Frequenzbereichen. Am bekanntesten ist die vertikale
Wiederholfrequenz (Bildwiederholfrequenz). Sie gibt an wie oft das Bild von oben nach unten
neu aufgebaut wird. Ihr Monitor sollte hier einen Bereich von 60-100 Hz aufweisen. Kommt der Monitor
tiefer, ist das vollkommen in Ordnung, Sie werden diesen Bereich jedoch nicht freiwillig nutzen.
Kann der Monitor höhere Wiederholraten ist das auch nicht verkehrt, hier wird Ihnen der
Monitor allerdings im Alltag einen Strich durch die Rechnung machen. Sie erfahren gleich warum. Die zweite bekannte Frequenzbereich ist der Bereich der horizontalen Frquenz(Zeilenfrequenz). Er gibt an, wie
häufig der Lichtstrahl sich horizontal über die Bildfläche bewegen kann, um jeweils eine
Zeile zu zeichnen. Hier fällt auf, dass die Anzahl der Pixel pro Zeile damit eigentlich gar
nicht ins Gewicht fällt, die Anzahl der Zeilen aber schon. Unabhängig wieviele Pixel eine
Zeile hat - der Strahl muss so oder so über die Bildfäche, die Frage ist nun wie häufig
muss er eine Linie zeichnen, bevor das Bild aufgebaut ist. Die Horizontalfrequenz berechnet sich also fH = fV * Anzahl der Zeilen.
Dazu kommt ein Faktor, den der Strahl braucht, um sich nach einer gezeichneten Zeile wieder auf
den Anfang der nächsten Zeile zu positionieren, bzw. von unten rechts wieder auf die Anfangs-
position oben links zu kommen. Ihr Monitor sollte hier den Bereich von etwa 30kHz bis mindestens 95kHz abdecken, um brauchbare
Ergebnisse in der Auflösung 1280x1024 zu erreichen. Der obere Grenzwert der Freqenz kann gar
nicht hoch genug sein, er ist eins der wichtigsten Qualitätsmerkmale eines Monitors Ein Beispiel: Gehen wir von einem Monitor aus, der 50-150Hz Bildwiederholrate anzeigen kann,
und einen horizontalen Frequenzbereich von 30-95kHz besitzt. Sie stellen die Auflösung
1280x1024 ein: fH = fV * Zeilen
95Khz = fV * Zeilen
fV = 95kHz / 1024
fV = 92,8 Hz Daraus result ein theoretische maximale Wiederholfrequenz von 92,8 Hz, dem noch etwas Zeit für
die Positionierung des Zeilenstrahls abzuziehen ist. Bei 85Hz ist hier etwa Schluss.
Die maximale vertikale Frequenz von 150Hz ist also eine nette Spielerei, wenn Sie eine Auflösung
im Bereich 640x480 oder 800x600 benötigen.
Das menschliche Auge kann zwischen 120 und 150 Hz sowieso nicht mehr unterscheiden. Die maximale
vertikale Frequenz ist dementsprechend kein Qualitätsmerkmal des Monitors, wenn er
den Wert 100 überschreitet. Der letzte Wert ist die Bandbreite, gemessen in Megahertz. Dies ist gewissermassen die
Arbeitsgeschwindigkeit des Monitors. Hier entscheidet sich, wie oft der Monitor pro Zeile die Farbe wechseln
kann (also in Pixeln unterscheiden kann). Gute Werte gehen inzwischen deutlich über 200Mhz.
Auch hier gilt: je höher, desto besser. Bandbreite = fV * AnzahlZeilen * AnzahlPixeljeZeile = fH * AnzahlPixeljeZeile Um bei unseren Beispiel zu bleiben:
Der Monitor benötigt für die Auflösung von 1280x1024x92,8Hz*95kHz eine Bandbreite
von mindestens 121,6 Mhz. Gute Monitore erreichen Werte über 200 MHz. Da auf einem normalen
Monitor jedoch selten Zeilenbreiten über 1600 Pixel gewählt werden, reichen 200Mhz auch
aus. |